Gebärdenklang

 

01/2013

english description

Sound of Signs

Most people consider deafness as a state of total silence. Truth is that all deaf people have a residual hearing that allows them to perceive sounds – loud as well as silent noise. Learn- ing a spoken language requires hearing and is therefore highly re- stricted for deaf people. Sign lan- guage comes as a substitute that is based on visual perception. Through facial expression and body language it allows an astoundingly differ- entiated communication.

Sounds of Signs attempts to visually highlight the expression of sounds within sign language. In spoken word the sound source is mainly described whereas sign language also depicts the sound itself and its intensity.

The clips show the sign language
of a certain sound situation syn- chronized with the actual sound.

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Gehörlosigkeit bedeutet für die meisten Menschen „nichts hören“ im Sinne von totaler Stille. In Wahrheit jedoch haben alle Gehörlosen ein Restgehör, das ihnen ermöglicht Geräusche – laute wie auch leise – wahrzunehmen. Das Erlernen einer Lautsprache, das maßgeblich auf einem Hörverständnis aufbaut,
ist stark eingeschränkt, wird jedoch durch die Verwendung einer Ge- bärdensprache hinfällig. Diese ba- sieren auf einer visuellen Wahr- nehmung, bieten aber gerade
durch Mimik und Körpersprache
ein äußerst differenziertes Kommunikationsspektrum.

Gebärdenklang ist der Versuch
die Geräuschdarstellung von Gebärdensprache zu verdeutlichen. Lautsprache beschreibt zumeist die Geräuschquelle, aber nicht das Geräusch selbst oder dessen Intensität, Gebärden übermitteln diese Information jedoch ebenso.

Die dargestellten Videos zeigen die Gebärde einer Geräuschsituation,
die mit dem Geräusch selbst syn- chronisiert ist.

Ausstellungen — Exhibitions

— Jahresausstellung 2013 der Kunst- hochschule Burg Giebichenstein Halle

— Plan F im Ratshof Halle (April 2013)

— contemporary art ruhr in Essen (11/2013)